Patientenverfügungen im Internet haben alle das gleiche Problem: Es sind pdf Dateien, die mit normalen Programmen nicht editierbar sind. Deshalb finden Sie jetzt bei der ABENDPOST den Download einer editierbaren Patientenverfügung, die sie mit LibreOffice oder OpenOffice (vielleicht auch Microsoft Word) ganz einfach ihren Bedürfnissen angepasst werden können. Die Datei liegt im OpenFormat vor (.odt)
Editierbare Patientenverfuegung herunterladen (.odt)
Mit einer Patienverfügung legt eine Person fest, was passieren soll, wenn der Fall eintritt, das er sicht nicht mehr mitteilen kann, etwa weil er im Koma oder ähnliches liegt. darin finden sich Positionen wie Organspende und Anwendung von medizinischen Maßnahmen.
Die Patientenverfügung gibt Patienten die Möglichkeit, im Voraus festzulegen, welche medizinischen Maßnahmen sie wünschen oder ablehnen, wenn sie aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr fähig sind, ihren Willen auszudrücken. In diesem Text werden die rechtlichen Grundlagen, die Bedeutung sowie die praktischen Aspekte einer Patientenverfügung ausführlich betrachtet.
Die rechtlichen Grundlagen für die Patientenverfügung in Deutschland sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegt. Der §1901a BGB definiert die Patientenverfügung und legt fest, dass eine solche Verfügung Behandlungswünsche des Patienten beinhaltet, die bei Entscheidungsunfähigkeit von den behandelnden Ärzten berücksichtigt werden müssen. Die Verfügbarkeit des Patienten ist entscheidend, da die Verfügung nur dann gültig ist, wenn der Patient zu dem Zeitpunkt, in dem die Regelungen gelten, nicht mehr fähig ist, seinen Willen zu äußern.
Die Patientenverfügung sollte klare und unmissverständliche Anweisungen beinhalten. Die Hauptbestandteile sind:
1. Identifikation des Verfassers: Name, Geburtsdatum und Anschrift des Verfassers sind notwendig, um die Verfügung eindeutig zuordnen zu können.
2. Erklärung des Willens: Der Patient sollte klar formulieren, wenn etwa bestimmte medizinischen Maßnahmen gewünscht oder ablehnt werden. Hierzu gehören beispielsweise lebenserhaltende Maßnahmen wie künstliche Beatmung, Ernährung oder Schmerztherapie.
3. Situation, die zur Anwendung der Verfügung führen würde: Wichtig ist, dass der Patient beschreibt, in welchen gesundheitlichen Situationen die Verfügung in Kraft treten soll.
4. Unterschrift und Datum: Um rechtsgültig zu sein, muss die Patientenverfügung vom Patienten unterschrieben und datiert werden.
Die Patientenverfügung hat viele Vorteile:
1. Selbstbestimmung: Die Verfügung ermöglicht es dem Patienten, selbst über sein Schicksal zu entscheiden und seine Wünsche zu respektieren.
2. Entlastung für Angehörige: Emotional belastende Angehörige müssen keine schwierigen Entscheidungen treffen, da der Wille des Patienten bereits niedergeschrieben ist.
3. Rechtliche Sicherheit: Klare Anweisungen schützen sowohl den Patienten als auch die behandelnden ärzte vor rechtlichen Unsicherheiten.
Um eine Patientenverfügung zu erstellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es empfiehlt sich, diese gemeinsam mit ihrem Hausarzt oder Juristen zu besprechen. Zahlreiche Organisationen, wie die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin oder der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, bieten Informationen und Vorlagen an, die als Orientierung dienen können.
Ein wichtiger Aspekt der Patientenverfügung ist die regelmäßige Überprüfung und, falls erforderlich, Aktualisierung des Dokuments. Lebensumstände, persönliche Ansichten oder medizinische Entwicklungen können sich ändern, was eine Anpassung der Verfügung notwendig machen kann.
Die Patientenverfügung spielt eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen und schützt das Recht auf Selbstbestimmung. Es ist wichtig, sich sehr früh mit dem Thema zu befassen, um persönliche Wünsche und Vorstellungen hinsichtlich der medizinischen Behandlung im Ernstfall festzuhalten. Durch eine sorgfältig ausgearbeitete Patientenverfügung können Patienten aktiv an ihrer Gesundheitsversorgung nach seinen Wünschen bestimmen, damit seine Wünsche auch respektiert werden, wenn er nicht mehr fähig sind, diese zu kommunizieren. Die Verfassung einer solchen Verfügung sollte daher als Teil einer verantwortungsvollen Gesundheitsplanung betrachtet werden.
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